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:PUT_ATT

Script-Anweisung: Ändert den Wert eines Attributes während der Generierung.

Syntax

:PUT_ATT Attribute = Value

Syntax

Beschreibung/Format

Attribut

Name des Attributes, welchem ein Wert zugewiesen werden soll.
Format: AE-Name

Wert

Passender Wert, der dem Attribut zugewiesen werden soll.
Format: Script-Literal, Script-Variable oder Script-Funktion

Anmerkungen

Standardmäßig werden Objekte mit den Attributen ausgeführt, mit denen sie definiert wurden. Sie können jedoch die Anweisung :PUT_ATT nutzen, ein Attribut dynamisch während der Generierung zu ändern und ihm einen neuen Wert zuzuweisen. Diese Werte sind nur für die jeweilige Generierung gültig und werden nicht dauerhaft im Objekt gespeichert.

Der Wert, der einem Attribut zugewiesen werden kann, ist sehr eng mit der Systemumgebung verbunden. So kann beispielsweise bei einem Job als Starttyp nur " " für einen sofortigen Start oder eine bereits definierte Gruppe zugewiesen werden. Andere Angaben würden zu einem Fehler bei der Generierung führen.

Im Benutzerhandbuch finden Sie eine Liste aller Objekt-Attribute mit ihren möglichen Werten.

Die Attribute von Rapid Automation Jobs können sich mit der Freigabe einer neuen Version eines RA-Agenten ändern. In diesem Fall funktionieren die :PUT_ATT-Befehle aus früheren Agenten-Versionen nicht mehr. Es ist auch möglich, Objektvariablen anstelle von :PUT_ATT-Befehlen für Feldersetzungen zu verwenden.

Mithilfe folgender Schritte können Sie einen Job ändern, so dass anstelle eines :PUT_ATT Befehls eine Objektvariable verwendet wird:

  1. Entfernen Sie den :PUT_ATT-Befehl aus der Job-Registerkarte Script oder Pre-Script.
  2. Fügen Sie eine Variable plus Wert zur Job-Registerkarte Variablen & Prompts hinzu.
  3. In das Feld, in dem der Wert ersetzt werden soll, tragen Sie nun die Objektvariable im Format &<Variable># ein. <Variable> steht für den Variablennamen, den Sie in der Registerkarte Variablen & Prompts definiert haben.

Beachten Sie, dass ab Version 3 des RA FTP- und Webservice-Agenten keine Feldersetzungen mehr für RA-Attribute vorgenommen werden! In diesem Fall sind die Attribute über :PUT_ATT zu setzen!

Das Ändern der Attribute ist natürlich nur vor der Durchführung des Objektes sinnvoll. Daher kann :PUT_ATT nicht in den Post-Script-Registerkarten verwendet werden.

Beachten Sie, dass die Attribute verschiedene maximale Längen besitzen! :PUT_ATT prüft nicht, ob der gesetzte Wert länger ist als erlaubt. Er wird auf die maximale Länge abgeschnitten.

Ist im Objekt die Option "Generieren zur Laufzeit" aktiviert, so können Sie den Starttyp nicht mit :PUT_ATT verändern!

Die Auflösung der AgentenGruppe und damit die Wahl, auf welchem Agenten die Aufgabe läuft, erfolgt vor der gesamten Script-Durchführung! Sie können daher mit :PUT_ATT einen anderen Agenten setzen, aber keine andere AgentenGruppe. Sie haben jedoch die Möglichkeit, mit der Script-Funktion PREP_PROCESS_AGENTGROUP die Agenten einer AgentenGruppe auszulesen.

In der Registerkarte !Script des Ereignis-Objektes hat die Script-Anweisung :PUT_ATT keine Auswirkung!

Die Attribute ATTR_DLG, HOST und bei BS2000-Jobs SYSLST_DB, SYSLST_FILE, SYSOUT_DB, SYSOUT_FILE, OL, OO können nur im Pre-Script mit :PUT_ATT gesetzt werden!

:PUT_ATT ändert nicht den Inhalt von Script-Variablen! 

Verwenden Sie das Sprachmittel in der Script-Registerkarte, um die max. parallelen Durchführungen einzuschränken (Attribut: MAX_PARALLEL_TASKS), so wird diese Begrenzung erst nach der Scriptdurchführung geprüft, wenn die Aufgabe zur Laufzeit generiert wird.

Beispiel:

:SET &TYPE# = GET_ATT(EVENT_TYPE)
:PUT_ATT EVENT_CHECK_METHOD2 = "FILE_STABLE"
:PRINT &TYPE#

Erklärung: Angenommen die Script-Variable &TYP# erhält durch GET_ATT den Wert "FA". Nach dem :PUT_ATT-Aufruf ist der Typ des Ereignisses "FT", weil das Attribut "FILE_STABLE" zum Dateisystem-Ereignis gehört. Trotzdem enthält &TYP# nach wie vor den Wert „FA“!

Die Änderung von Attributen (zum Beispiel: Login-Objekt) eines bestimmten Objektes mit :PUT_ATT ist nicht möglich, wenn der Benutzer Schreibrecht (W) auf den alten Wert und kein Schreibrecht auf den neuen Wert des Attributes hat.

Um die Queue für die Aufgabe zu setzen (Attribut QUEUE), ist das Sprachmittel :PUT_ATT im Pre-Script zu verwenden.
Dabei ist allerdings folgendes zu beachten: Ist bei der Aufgabe die Option Zur Laufzeit generieren gesetzt, wird die Queue-Prüfung (Prüfung der verfügbaren Slots und des Queue-Status) bereits vor dem Pre-Script durchgeführt. Die Aufgabe wird zwar in die geänderte Queue gestartet, jedoch die Prüfung mit der im Objekt eingetragenen Queue durchgeführt. Dadurch wird das Limit der neuen Queue nicht geprüft und die Aufgabe läuft eventuell zu früh los. Ist im Objekt beispielsweise noch die CLIENT_QUEUE eingetragen, so wird die Aufgabe auf jeden Fall gestartet (sofern diese nicht gestoppt ist).

Beispiele

Das Beispiel zeigt die Zuweisung eines anderen Agenten zu einem Objekt.

:PUT_ATT HOST = "UNIX02"

 

Siehe auch:

Script-Sprachmittel Beschreibung

:ADD_ATT

Fügt einem Benachrichtigungs-Objekt Empfänger zur Laufzeit hinzu.
:REMOVE_ATT Entfernt in einem Benachrichtigungs-ObjektEmpfänger zur Laufzeit.
:PUT_ATT_APPEND Erweitert den Meldungstext einer Benachrichtigung zur Laufzeit.
GET_ATT Liefert den Wert von Attributen einer Aufgabe während der Generierung.
GET_ATT_SUBSTR Liefert einen Teil des Meldungstextes einer Benachrichtigung.

 

Script-Sprachmittel - Objekte lesen oder verändern

Beispielsammlung
Benachrichtigung mit variablem Meldungstext

Allgemeines zum Script
Script-Sprachmittel - Alphabetische Auflistung

Script-Sprachmittel -Funktionelle Gliederung

 


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