Archivieren von Betriebsdaten
Als Automic Automation-Administrator ist das Archivieren von Betriebsdaten eine Ihrer Aufgaben bei der Datenbankwartung. Das Archivieren ist auch notwendig, um rechtliche Pflichten, Prüfungspflichten und Reporting-Pflichten zu erfüllen, die möglicherweise erfordern, dass Sie Datensätze für mehrere Jahre aufbewahren. Mit Automic Automation können Sie mithilfe der folgenden Methoden Systemmeldungen, Ausführungsdaten (früher Statistiken), Reports und Kommentare extrahieren und speichern:
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Über AWI (siehe Archivieren von Betriebsdaten über AWI)
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Über die REST-API (siehe AE -REST-API – Datenbankwartung)
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Über das Dienstprogramm "AE DB Archive" (siehe AE DB Archive)
In allen drei Fällen müssen Sie zuerst die Archivierungsparameter in einer Variablen mit dem Namen UC_UTILITY_ARCHIVE konfigurieren, die in Mandant 0 verfügbar ist. Weitere Informationen finden Sie unter UC_UTILITY_ARCHIVE – Konfigurieren der Archivierungsparameter.
Der Archivierungsprozess resultiert in einer ZIP-Datei, die verschiedene Index- und Datendateien enthält. Dieses Paket wird an einem Standardspeicherort gespeichert, sobald der Archivierungsprozess abgeschlossen ist. Sie können diese Dateien dann in ein Verzeichnis Ihrer Wahl verschieben. Der Standardspeicherort ist das folgende Verzeichnis, abhängig von der Methode, mit der Sie die Daten archivieren:
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AWI: das Verzeichnis, das Sie in Ihrem Browser als Standard angegeben haben.
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REST-API
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AAKE-Umgebungen: der Pfad, den Sie auf einem PVC in der Datei values.yaml angeben. Weitere Informationen finden Sie unter Vorbereiten der Container-basierten Installation.
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Lokale Umgebungen: der Pfad, den Sie im Parameter outputPath in der INI-Datei der Automation Engine angeben. Weitere Informationen finden Sie unter Automation Engine.
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Hilfsprogramm "AE DB Archive": der Pfad, den Sie im Parameter path in der Variablen UC_UTILITY_ARCHIVE angeben.
Voraussetzung: Um Daten extrahieren zu können, muss Ihre Benutzerdefinition über die Berechtigung Database Maintenance (Datenbankwartung) verfügen. Weitere Informationen finden Sie unter Gewähren von Automation Engine-Berechtigungen.
Empfehlungen:
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Archivieren Sie Ihre Daten regelmäßig und in kurzen Intervallen, idealerweise einmal täglich. Sie geben die Intervalle in der Variablen UC_UTILITY_ARCHIVE an.
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Konfigurieren Sie UC_UTILITY_ARCHIVE mit Bedacht, um sicherzustellen, dass Sie nur die Daten archivieren, die Sie benötigen. Vermeiden Sie es, die resultierenden Archivdateien mit unnötigen Daten zu überladen.
Diese Seite beinhaltet Folgendes:
Archivieren von Betriebsdaten über AWI
Sie lösen die Datenarchivierung über die Liste der Mandanten aus, entweder in Mandant 0 oder in einem Produktionsmandanten. Sobald ein Archivierungslauf gestartet wird, wird ein Eintrag in die Liste Mandantenverlauf geschrieben, in dem seine RunID, sein Status und zusätzliche Informationen wie Name und Typ (für Archivierungsoperationen immer CLNTARCH) angezeigt werden. Sobald der Archivierungsprozess abgeschlossen ist, können Sie die resultierenden Dateien herunterladen.
So archivieren Sie Betriebsdaten über AWI
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Konfigurieren Sie die Variable UC_UTILITY_ARCHIVE.
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Gehen Sie zur Perspektive "Administration" und öffnen Sie die Liste der Mandanten.
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Wählen Sie den Mandanten aus, dessen Betriebsdaten Sie archivieren möchten. Wenn Sie in einem Produktionsmandanten arbeiten, enthält diese Liste nur einen einzigen Eintrag. In Mandant 0 enthält sie mehrere Einträge, sie können jedoch nicht mehr als einen Mandanten zum Archivieren von Daten auswählen.
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Klicken Sie mit der rechten Maustaste und wählen Sie Start Archiving (Archivierung starten) aus. Ein Dialogfeld wird angezeigt, in dem Sie aufgefordert werden, zu bestätigen, dass Sie die Daten archivieren möchten.
Der Archivierungsprozess startet im Hintergrund und die Dateien werden auf dem Server in dem Ordner gespeichert, der im Parameter outputPath= in der Datei ucsrv.ini angegeben ist.
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Die Archive sind dann auf der Seite Mandantenverlauf verfügbar. Klicken Sie mit der rechten Maustaste, um ein Archiv herunterzuladen. Weitere Informationen finden Sie unter Überwachen des Mandantenverlaufs
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Die ZIP-Datei, die die Archivdateien enthält, ist jetzt in dem Verzeichnis verfügbar, das Sie im Browser als Standardordner für Downloads angegeben haben.
Sie können die Liste aller Ihrer Archivierungsläufe auch auf der Seite Mandantenverlauf in Mandant 0 sehen. Weitere Informationen finden Sie unter Überwachen des Mandantenverlaufs.
Archivieren von Betriebsdaten unter Verwendung der AE-REST-API
Sie verwenden die REST-API, um Betriebsdaten in lokalen Umgebungen, AAKE-Umgebungen und Automic SaaS-Umgebungen zu archivieren. Je nach Umgebungstyp ist das Verfahren etwas anders.
Weitere Informationen finden Sie unter AE -REST-API – Datenbankwartung.
Archivieren von Betriebsdaten mithilfe der REST-API in lokalen Umgebungen
Befolgen Sie diese Anweisungen:
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Konfigurieren Sie die Variable UC_UTILITY_ARCHIVE in Mandant 0.
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Konfigurieren Sie den Parameter outputPath in der INI-Datei der Automation Engine. Hier wird das resultierende Archivpaket standardmäßig gespeichert.
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Lösen Sie den Archivierungsprozess aus.
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Laden Sie die Dateien vom Standardspeicherort in ein Verzeichnis Ihrer Wahl herunter. Sie tun dies im REST-API-Client.
Archivieren von Betriebsdaten mithilfe der REST-API in AAKE-Umgebungen
Befolgen Sie diese Anweisungen:
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Konfigurieren Sie die Variable UC_UTILITY_ARCHIVE in Mandant 0.
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Konfigurieren Sie den Paramter pvc in der Datei values.yaml. Hier wird das resultierende Archivpaket standardmäßig gespeichert.
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Lösen Sie den Archivierungsprozess aus.
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Laden Sie die Dateien vom Standardspeicherort in ein Verzeichnis Ihrer Wahl herunter. Sie tun dies im REST-API-Client.
Informationen zu Archivdateien
Das Verzeichnis, in dem die Archivdateien gespeichert sind, enthält Unterordner: einen pro Mandant, dessen Daten archiviert wurden, benannt nach dem Mandanten. Jeder Mandanten-Unterordner enthält wiederum Unterordner (einen pro Archivierungslauf) mit der folgenden Namenskonvention:
UC_ARCHIV_<JJJJMMTT – Datum des Archivierungslaufs>_<fortlaufende Nummer>
Wenn Sie Daten in ein und demselben Mandanten an ein und demselben Datum archivieren, erzeugt jeder Lauf einen Unterordner unter diesem Mandanten.
Wenn Sie Mandantendaten archivieren und die resultierenden Dateien die im Parameter SIZE in der Variablen UC_UTILITY_ARCHIVE festgelegte Maximalgröße überschreiten, wird ein neuer Unterordner erstellt und die restlichen Dateien werden dort gespeichert.
So könnte das Archivverzeichnis aussehen:
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0100 (Name des Mandanten)
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UC_ARCHIV_20241101_0: erstes Archiv für Mandant 0100, erstellt am 1. November 2024
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UC_ARCHIV_20241101_1: zweites Archiv für Mandant 0100, erstellt am 1. November 2024
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UC_ARCHIV_20241102_0: erstes Archiv für Mandant 0100, erstellt am 2. November 2024
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0200 (Name des Mandanten)
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UC_ARCHIV_20241101_0: erstes Archiv für Mandant 0200, erstellt am 1. November 2024
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UC_ARCHIV_20241101_1: zweites Archiv für Mandant 0200, erstellt am 1. November 2024
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UC_ARCHIV_20241102_0: erstes Archiv für Mandant 0200, erstellt am 2. November 2024
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Die folgenden Archivdateien werden in jedem Unterordner gespeichert:
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UC_ACMT.TXT: Enthält die Kommentare.
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UC_AH.TXT: Enthält die Ausführungsdaten.
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UC_AH.IDX: Ausführungsdaten werden indexiert. Dies ist die entsprechende Indexdatei.
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UC_MELD.TXT: Enthält die Meldungen.
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UC_RH.TXT: Enthält die Reports.
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UC_RH.IDX: Reports werden indexiert. Dies ist die entsprechende Indexdatei.
Die Inhalte der Datenbankfelder, die in die Archivdateien geschrieben werden, werden durch Semikolons getrennt. Wenn die Archivschlüsselwörter auch Semikolons verwenden, werden sie automatisch in Kommas konvertiert, um ungültige Dateien zu vermeiden.
Struktur der Indexdateien
Die Struktur der Archivdateien ist immer gleich, unabhängig davon, wie Sie den Archivierungsprozess gestartet haben (über AWI, über die REST-API oder über das Dienstprogramm "DB Archive").
Die Indexdateien werden generiert, wenn die Ausführungsdaten der Tabellen "AH" und "RH" archiviert werden. Jede Indexzeile verweist auf einen Datensatz im Archiv. Im Folgenden werden die einzelnen Positionen der Datensätze beschrieben:
Index für AH: UC_AH. IDX
- 1
Block-Code "H2" - 2
Mandant - 3
Benutzer - 4
Abteilung - 5
AType - 6
SType - 7
RunID - 8
Hostname - 9
Startzeit/Startdatum - 10
Parent-Aktivierer - 11
Parent-Prozessor - 12
Archivschlüssel 1 - 13
Archivschlüssel 2 - 14
Objektname - 15
Byte-Position im Archiv - 16
Zeilenposition im Archiv - 17
Archivnummer - 18
Datensatzlänge in Bytes
Beispiel:
H2;1;LF;PROG;JPAK;GRP;1302137;;2021-05-23 10:31:42;0;0;;;LF.JP.GROUP;73837;2555;7;148
Index für RH: UC_RH.IDX
- 1
Block-Code "H3" - 2
Mandant - 3
Reporttyp - 4
Objektname - 5
RunID - 6
Zeitpunkt, zu dem der Report erstellt wurde - 7
Zeitpunkt, zu dem der Report zuletzt aktualisiert wurde - 8
Byte-Position im Archiv - 9
Zeilenposition im Archiv - 10
Archivnummer - 11
Datensatzlänge in Bytes
Beispiel:
H3;98;JE01;MM.CHECK.FREE.SPACE;1000020;2020-05-24 12:56:03;2021-05-24 12:56:10;2820;39;12;151
Struktur der Meldungs- und Reportdateien
Meldungsarchiv: UC_MELD.TXT
- 1
Block-Code "M" - 2
Mandant - 3
Benutzer - 4
Abteilung - 5
Zeitpunkt, zu dem die Meldung erzeugt wurde - 6
Quelle - 7
Kategorie - 8
Typ - 9
Host - 10
Meldungtstext
Beispiel:
M;1;LF;PROG;2024-10-18 09:43:54;Automation Engine;Report;Error;;U0011021 Host 'LFT40' is not active!
Kommentararchiv: UC_ACMT.TXT
- 1
Block-Code "M" - 2
Mandant - 3
Benutzer/Abteilung - 4
Objektname - 5
RunID - 6
Zeitpunkt, zu dem die Meldung erzeugt wurde - 7
Datensatzlänge in Bytes - 8
Meldungstext
Beispiel:
M;100;MH/PROG;TESTJOB;454711222;2024-10-18 09:43:54;nnn;This task was modified by (MH).
Siehe auch:
Überwachen des Mandantenverlaufs