Agentengruppen (HOSTG)
Eine Agentengruppe fasst Agenten der gleichen Plattform zusammen und ermöglicht die Ausführung von Jobs, FileTransfers sowie Konsolenereignissen und Dateisystemereignissen. Agentengruppen legen fest, welche Aufgaben in welchen Agenten gestartet werden, wodurch die Workload der Agenten in der Gruppe verteilt und optimiert wird. Beispiel: Ein Workflow mit vielen Aufgaben, die auf verschiedenen Agenten ausgeführt werden. Durch Erfassen dieser Agenten in einer Agentengruppe erreichen Sie Folgendes:
- Eine Aufgabe auf mehreren Agenten auszuführen
- Dateien an mehrere Agenten zu verteilen
- Mehrere Agenten mit Ereignis- oder Remote Task Manager-Objekten zu überwachen
- Eine Aufgabe auf dem Agenten mit dem geringsten Workload zu überwachen
Tipp: Möglicherweise müssen Sie mit vielen Objekten, Listen und Monitoren gleichzeitig arbeiten. Um sich die Arbeit zu erleichtern, können Sie diese in verschiedenen Browserfenstern öffnen und nebeneinander auf Ihrem Bildschirm anordnen. Weitere Informationen über diese und andere nützliche Funktionen finden Sie unter Mehrere Ansichten öffnen und anordnen.
Objektdefinition
- Objektklasse: Systemobjekt
- Objekttyp/Kurzform: HOSTG
Diese Seite beinhaltet Folgendes:
Agentengruppenliste
Die folgenden Spalten werden standardmäßig angezeigt:
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Name
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Mandant
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Plattform
Plattformtyp der Agentengruppe
Hinweis: Dies ist nicht das Betriebssystem.
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Modus
Kriterium, das von der Gruppe verwendet wird, um die Workload zu verteilen
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Parallele Aufgaben
Maximale Anzahl parallel ausgeführter Aufgaben
Zulässige Werte: 0 bis 9999 (Standard)
Hinweis: Wenn der Wert auf 0 gesetzt ist, verarbeitet die Agentengruppe keine Aufgaben.
Weitere Informationen finden Sie unter Hauptseitentabellen.
Welcher Agent in der Gruppe wird verwendet?
Eine der Spalten in der Liste ist Modus. Der Modus Agentengruppe ist das Kriterium, nach dem die Gruppe die Workload verteilt. Die folgenden Modi stehen zur Verfügung:
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Beliebig (zufällig ausgewählter Agent)
Ein zufällig ausgewählter Agent mit genügend Ressourcen wird für die Bearbeitung der Aufgabe zugewiesen.
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Erster
Der erste verfügbare Agent wird zugewiesen, gemäß der Reihenfolge, die bei der Zuweisung der Agenten zur Gruppe festgelegt wurde.
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Nächster aufgelisteter
Auf den jeweils nächsten aktiven Agenten, entsprechend der Reihenfolge, die in der Tabelle Zugeordnete Agenten festgelegt wurde.
Verwenden mehrere Aufgaben die gleiche Agentengruppe, wird ein Ringsystem angewendet. Dementsprechend würde Aufgabe A auf dem ersten Agenten laufen und Aufgabe B, die später gestartet wird, auf dem zweiten Agenten usw.
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Lastabhängig
Auf dem Agenten, der am wenigsten ausgelastet ist, gemäß der Daten, die von der Ressourcenzuteilung ausgegeben werden.
Folgendes wird dabei berücksichtigt:
- Agenten, die kein Ressourcenlimit haben, werden bevorzugt verwendet.
- Weisen alle Agenten ein Ressourcenlimit auf, wird in der Gruppe jener verwendet, der gemessen an den Ressourcen am wenigsten belastet ist.
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Alle aktiven
Auf allen Agenten
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Alle aktiven und inaktiven
Auf allen Agenten, einschließlich derer, die zum Zeitpunkt der Aktivierung inaktiv waren.
Weitere Informationen finden Sie unter Definieren von Agentengruppen.
Wann tritt eine Agentenzuordnung auf?
Bei der Erstellung eines Objekts legen Sie fest, wann es generiert werden soll. Sie tun dies auf der Seite Attribute, wo Sie eine der folgenden Möglichkeiten wählen können:
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Generiere Aufgabe um: Laufzeit (späte Agentenzuordnung)
Die Agentengruppe wertet die verfügbaren Ressourcen aus und ordnet der Aufgabe nur dann einen Agenten zu, wenn er über genügend Ressourcen verfügt. Ist dies der Fall, werden die Ressourcen umgehend reserviert. Falls nicht, wartet die Evaluierung der Agentengruppe und der Status der Aufgabe wechselt zu Warten auf den Host einer Agentengruppe (1688).
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Generiere zur Aktivierungszeit
Die Startzeit der Aufgabe wird für die Auswahl des Agenten verwendet. Der Status der Aufgabe wechselt auf Warten auf Ressource, wenn zu diesem Zeitpunkt keine ausreichenden Ressourcen auf dem Agenten verfügbar sind. Es wird solange gewartet, bis sie auf dem ausgewählten Agenten verarbeitet werden kann. Sollte in der Zwischenzeit ein anderer Agent ausreichend Ressourcen zur Verfügung haben, wechselt die Aufgabe den Agenten NICHT.
Weitere Informationen finden Sie unter Die Seite Attribute definieren.
Status Wartet auf Host und Agentenverfügbarkeitsprüfungen
Welche Aufgaben von einer Agentengruppe bearbeitet werden, sehen Sie in der Liste der Aufgaben in der Perspektive "Process Monitoring". Sie werden in einem Eintrag vom Typ C_HOSTG (Agentengruppen-Container) gesammelt.
Der Status einer Aufgabe ist Warten auf Host, wenn zum Zeitpunkt der Ausführung kein Agent abgerufen werden kann. Dies kann z. B. der Fall sein, wenn alle Agenten inaktiv waren, die Filter der Agentengruppe keine Ergebnisse lieferten, die Agenten keine Ressourcen hatten und so weiter. Das System prüft, ob Agenten verfügbar und aktiv sind, in regelmäßigen Intervallen, die in der Variablen UC_SYSTEM_SETTINGS mit dem Schlüssel AGENTGROUP_CHECK_INTERVAL angegeben werden können. Weitere Informationen finden Sie unter UC_SYSTEM_SETTINGS: Systemweite Einstellungen.
Wenn die Agentengruppe unter Verwendung des Modus Alle aktiven definiert wird und keine aktiven Agenten bei der Ausführung einer Aufgabe verfügbar sind, endet diese Aufgabe mit dem Status ENDED_EMPTY – Nichts gefunden.
Eine Aufgabe startet, sobald ein Agent dafür ausgewählt werden kann.
Workflows enthalten zusätzliche Optionen, mit denen Sie festlegen können, dass Aufgaben, die dieselbe Agentengruppe verwenden, auf demselben Agenten ausgeführt werden sollen. Bei einigen Modi und auch im Fall, dass Agenten inaktiv oder aktiv werden, könnte es ohne diese Option zu einer unterschiedlichen Agentenauswahl kommen, da die Aufgaben zu unterschiedlichen Zeiten starten.
Die neu gestarteten Aufgaben laufen auf dem ursprünglich ausgewählten Agenten.
Verwenden Sie die Script-Funktion GET_ATT, um den Agenten abzurufen, auf dem die Aufgabe ausgeführt wird.
Siehe auch:
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