Definieren der Befehle für BACKEND-VARA-Objekte
VARA-Objekte vom Typ BACKEND führen Kommandos unter Betriebssystemen (Windows oder UNIX) aus und stellen das Ergebnis als Werte bereit, die in Spalten angezeigt werden. Sie können die Befehle für verschiedene Betriebssysteme, Systemnamen und Versionen in einem BACKEND VARA-Objekt speichern. Wenn das VARA-Objekt aufgelöst wird, wird automatisch der richtige Befehl des betreffenden Agenten ausgewählt und ausgeführt.
Sie definieren ein BACKEND-VARA-Objekt auf mehreren verschiedenen Seiten. Auf der hier beschriebenen Seite "Kommando" geben Sie den Befehl für Windows oder Unix ein.
So geben Sie Windows- und Unix-Kommandos für BACKEND-VARA-Objekte an
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Geben Sie unter OS-Name den Namen des Betriebssystems ein, unter dem der Agent ausgeführt wird. Verwenden Sie den Wert, der in der Administration-Perspektive angezeigt wird (Seite Agenten, Spalte Software).
Erlaubte Zeichen: *
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Geben Sie unter Version die Version des Agenten ein, wie sie in der Perspektive "Administration" angezeigt wird (Seite Agenten, Spalte Software).
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Geben Sie das Kommando ein. Beachten Sie Folgendes:
- Bei Windows werden nur Powershell-Kommandos unterstützt.
- Wenn Sie die Funktion für das dynamische Aktualisieren für Kombinationsfeld-Prompts verwenden, können Sie hier PromptSet-Variablen hinzufügen.
- Wenn Sie PromptSet-Variablen in einem dynamischen Variablenobjekt verwenden, gibt die Funktion Vorschau einen Fehler zurück. Der Grund dafür ist, dass die PromptSet-Variablen im BACKEND VARA-Objekt nicht existieren. Die PromptSet-Variablen werden jedoch aufgelöst, wenn Objekte, die PromptSet beinhalten, ausgeführt werden.
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Definieren Sie unter Spaltenformat, wie das Ergebnis in Spalten aufgeteilt werden soll. Verwenden Sie die folgende Syntax:
Spaltenname : Startposition ( Länge ) [;Spaltenname:Startposition(Länge) . . .]
Wobei:
- Spaltenname = Name der Spalte, benutzerdefiniert
- Startposition = Position des Zeichens, an dem die Spalte beginnt
- Länge = Anzahl der Zeichen, die die Größe der Spalte bestimmt
Wichtig!
- Das Semikolon (;) ist nur zwischen mehreren Spaltenangaben zu verwenden! Am Ende der gesamten Definition ist kein Semikolon erforderlich.
- Es ist zumindest eine Werte-Spalte zu definieren.
Beispiel:
process:1(20);pid:25(10)Dieses Beispiel teilt die Ausgabe des Befehls in zwei Spalten auf. Die Spalte Prozess beginnt beim ersten Zeichen und ist 20 Zeichen lang. "pid" beginnt bei Zeichen 25 und besitzt eine Länge von 10 Zeichen.
Hinweise:
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Windows
Die Befehle sind keine Batch-Zeilen. Sie müssen ein bestimmtes Programm definieren, das ausgeführt werden soll.
Beispiele:
- Verzeichnis auflisten: cmd /c dir C:\temp
- Ping: ping localhost -n 10
Der Rückgabewert wird automatisch auf 1 gesetzt, wenn ein Befehl zu einem Fehler führt. In diesem Fall bricht das Script ab, wenn Sie das VARA-Objekt in einem Script verwenden. Um dies zu vermeiden, können Sie
& set ERRORLEVEL=0am Ende des Windows-Befehls anhängen.Beispiel:
cmd /c dir /b /o:d C:\temp\*.xml & set ERRORLEVEL=0Das Kommando listet Dateien eines Verzeichnisses auf. Der Rückgabewert ist allerdings immer 0, unabhängig davon, ob Dateien gefunden wurden oder nicht. Auf diese Weise können Sie sicherstellen, dass die Aufgaben, die dieses VARA-Objekt verwenden, nicht abgebrochen werden.
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Unix
Der Benutzer im Login-Objekt muss das Recht zur Ausführung des Kommandos besitzen.
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Windows und Unix
In den Spalten OS-Name und Version können Sie nach den Namen (z. B. einem bestimmten UNIX-Derivat) und der OS-Version filtern. Die passende Zeile für den angegebenen Agenten wird automatisch verwendet, wenn das VARA-Objekt ausgeführt wird. Es wird dabei der erste Eintrag verwendet, der auf Betriebssystem, OS-Namen und Version des Agenten zutrifft!
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Linux
Root-Rechte sind für die Befehle
chkconfigundrunlevelerforderlich.
Siehe auch: