SQL-VARA-Objekte

SQL VARA-Objekte beziehen Werte mithilfe von SQL-Anweisungen aus externen Datenbanken.

Damit SQL funktioniert, müssen Sie Folgendes zuordnen:

  • Einen aktiven DB-Dienst-Agent, der ausdrücklich zu diesem Zweck konfiguriert wird. Dieser Agent ist nicht für die Ausführung von Datenbank-Jobs und Datenbankreignissen einsetzbar. Weitere Informationen finden Sie unter Den Agenten für Datenbankvariablen installieren.

  • Ein Verbindung (CONN) vom Typ SQL, das die Parameter der Datenbankverbindung enthält.
  • Ein Login (LOGIN) mit dem Datenbankbenutzer und dem Passwort.

Hinweise:

  • Für die Länge der Werte gibt es keine Beschränkung. Wenn eine maximale Textbegrenzung auf der Die Seite Attribute definieren ausgewählt wurde, gilt dies nur für die erste Wertspalte. Einträge, welche dieses Limit überschreiten, werden ausgegrenzt.
  • Die maximale Anzahl zurückgegebener Zeilen wird in der Einstellung SQLVAR_MAX_ROWS angegeben (UC_SYSTEM_SETTINGS: Systemweite Einstellungen).

  • Um die maximale Zeit für die Auflösung von SQL-Variablen zu ändern, verwenden Sie VAR_TIMEOUT (UC_HOSTCHAR_DEFAULT - Host-Charakteristika*).

  • Nicht druckbare Zeichen werden automatisch gelöscht (Zeichen ASCII 0x00 bis 0x20 und 0x7F).

  • Nachfolgende Leerzeichen werden nicht vom Ende der SQL-Variablenwerte abgeschnitten.

  • Dieser Typ VARA-Objekt unterstützt keine binären Felder. Liefert die SQL-Abfrage Binärdaten zurück, so kommt es zu einem Fehler bei der Vorschau oder der Ermittlung der Werte zur Laufzeit.

  • Aus technischen Gründen prüft das System nicht die SQL-Anweisungen, die mit Datenbank-VARA-Objekten (SEC_SQLI-, SEC_SQL-, SQLI- und SQL-Typen) verarbeitet werden. Das bedeutet, Sie können Datensätze mit Hilfe von VARA-Objekten ändern oder löschen. Aus Sicherheitsgründen sollten Sie den Benutzerzugriff entsprechend einschränken. Bei VARA-Objekten, die auf eine externe Datenbank zugreifen (SQL, SQL SECURE), sollte ein Datenbankbenutzer verwendet werden, der nur Leserechte besitzt. Bei internen SQL-Variablen (SQLI, SQLI SECURE) kann der Zugriff auf das Objekt durch ein Recht (SQL-interne Variablen anlegen und ändern) eingeschränkt werden.

  • Abhängig vom Datentyp gibt dieses VARA-Objekt "" (String, Datum, Zeit, Zeitstempel) oder 0 (Zahl) für NULL-Werte zurück.

  • Verwenden Sie hier PromptSet-Variablen, wenn Sie die Funktion Dynamisch aktualisieren für Kombinationsfeld-Eingabeaufforderungen verwenden. Die PromptSet-Variablen werden aufgelöst, wenn das Objekt, das die Eingabeaufforderung enthält, ausgeführt wird.

Ein SQL VARA-Objekt definieren

  1. Legen Sie im Abschnitt Variableneinstellungen fest, wie das VARA-Objekt auf das Zielsystem zugreifen soll, von dem es die Werte abruft:

    • Verbindungsobjekt vom Typ "Datenbank", das die Verbindungsparameter für die ausgewählte Datenbank enthält.

    • Login-Objekt, in dem der Name und das Passwort des Datenbankbenutzers gespeichert sind. Ist kein Login-Objekt angegeben und auch die Option Standard-Login nicht gesetzt, so werden die Anmeldedaten für den Datenbank-Zugriff aus dem Verbindungsobjekt bezogen.

    • Standard-Login-Objekt, das Ihrer Benutzerdefinition zugeordnet ist. Wenn Ihrer Benutzerdefinition kein Login-Objekt zugewiesen ist, tritt ein Fehler auf. Wenn Sie diese Option auswählen, wird das Login-Objekt ignoriert, das im VARA-Objekt angegeben ist.

      PromptSet-Variablen können hier nicht verwendet werden.

    • SQL-Anweisungen zur Auswahl der Datenbankeinträge, die als Variablenwerte dienen. Variablen, die direkt in SQL angegeben sind, werden ersetzt. Um Variablen einzubinden, verwenden Sie die Bind-Parameter.

      Maximale Länge: 4096 Zeichen

    Wenn Sie die Funktion für das dynamische Aktualisieren für Kombinationsfeld-Prompts verwenden, können Sie hier PromptSet-Variablen hinzufügen. Wenn Sie PromptSet-Variablen in einem dynamischen VARA-Objekt verwenden, gibt die Funktion Vorschau einen Fehler zurück. Der Grund hierfür ist, dass PromptSet-Variablen im dynamischen VARA-Objekten nicht existieren. Die PromptSet-Variablen werden jedoch aufgelöst, wenn Objekte, die PromptSet beinhalten, ausgeführt werden.

  2. Im Abschnitt Daten & Formatierung legen Sie das Datenformat des Werts fest, der vom VARA-Objekt gerendert wird. Führen Sie folgende Schritte durch:

    • Datentyp

      • Für Text

        • Wählen Sie Textlänge limitieren aus, um ein Limit für die Länge des Zeichen-Strings festzulegen.

        • Geben Sie unter Max. Textlänge die maximale Länge an. Mögliche Werte: 1 bis 1024.

        • Wählen Sie Großschreibung erzwingen aus, wenn Sie den Text der ersten Wertspalte in Großbuchstaben konvertieren möchten.

        • Legen Sie unter Ergebnisformat das Format des Inhalts in der Spalte ERGEBNIS fest. Das ist die erste Spalte, die in der Vorschau angezeigt wird. Die Ergebnis-Spalte kann aus einer Kombination von Werte-Spalten und beliebigen anderen Zeichen bestehen.

          Spaltennummern, die in { }-Klammern im Feld Ergebnis-Format angegeben sind, werden durch den Wert der jeweiligen Spalte ersetzt.

          Beispiel:

          • Wert Spalte 1: JOB1
          • Wert Spalte 2: WIN01
          • Ergebnisformat: {1}_{2}
          • Ergebnisspalte: JOB01_WIN01

          Wenn Sie kein Ergebnisformat angeben, wird der Wert in der Spalte Ergebnis oder in der Spalte Schlüssel verwendet.

          Wichtig!

            Das Ergebnis muss innerhalb der definierten Grenzen liegen und dem Datentyp entsprechen. Ansonsten zeigt die Resultat-Spalte keinen Wert an.

            Die Beschränkungen (Min. Wert, Max. Wert, Textlimitierung) haben auf die Ergebnisspalte keinen Einfluss, sondern nur auf die erste zurückgelieferte Spalte. Wenn die Werte dieser Spalte den maximalen Bereich überschreiten, wird diese Zeile übersprungen. Die Zeile ist nicht über das VARA-Objekt verfügbar.

      • Für Zahl

        Ganzzahl mit Vorzeichen, mögliche Werte: beliebige Zahl von 0 bis 2147483647.

        Standardformat: 16 Stellen

      • Für Zeit

        Möglich sind dabei die folgenden Formate:

        • HHMMSS
        • HH:MM:SS
        • HHMM
        • HH:MM
        • MMSS
        • MM:SS

        Standardformat: HHMMSS

        Der Wert für diesen Datentyp muss eine vier- oder sechsstellige Zahl sein. Kommastellen werden entfernt. Eine vierstellige Zahl wird dabei in Stunden und Minuten konvertiert.

        Beispiel:

        Ausgabeformat: HH:MM:SS

        Wert des Benutzers oder der Datenquelle: 1234, 1234.5, 123400, 12:34, 12:34:00

        Resultierender Variablenwert: 12:34:00

      • Für Datum

        Möglich sind dabei die folgenden Formate:

        • DD-MON-YYYY
        • DD-MON-RR
        • MM-DD-YYYY
        • YYYYMMDD
        • MMDDRR
        • DDMMRR
        • MM-DD-RR
        • MM/DD/RR
        • YYMMDD
        • YY.MM.DD
        • YY-MM-DD
        • YYYYMMDD
        • YYYY.MM.DD
        • YYYY-MM-DD
        • DDMMYY
        • DD.MM.YY
        • DD-MM-YY
        • DDMMYYYY
        • DD.MM.YYYY
        • DD-MM-YYYY
        • MMDDYY
        • MMDDYYYY
        • MM/DD/YY
        • MM/DD/YYYY

        Standardformat: YYMMDD

        Hinweis: Manche Datumsformate enthalten RR als Platzhalter für das abgekürzte Jahr. Der Unterschied zwischen "YY" und "RR" ergibt sich durch die unterschiedlichen Arten, Jahrhunderte zu zählen (erste zwei Stellen der abgekürzten Jahreszahl).

        • YY - Das aktuelle Jahrhundert gilt für Zahlen von 00 bis 80. Im Bereich 81 - 99 das vorherige.
        • RR - Das aktuelle Jahrhundert gilt für Zahlen von 00 bis 49. Im Bereich 50 - 99 das vorherige.

        Beispiele:

        • Datumsformat TTMMJJ und die daraus resultierenden Daten:

          010305 - entspricht dem 01. März 2005
          010365 - entspricht dem 01. März 2065
          010380 - entspricht dem 01. März 2080
          010385 - entspricht dem 01. März 1985

        • Datumsformat TTMMRR und die daraus resultierenden Daten:

          010305 - entspricht dem 01. März 2005
          010365 - entspricht dem 01. März 1965
          010380 - entspricht dem 01. März 1980
          010385 - entspricht dem 01. März 1985

      • Für Zeitstempel

        Mögliche Formate:

          YYYYMMDDHH24MISS

          YYYY-MM-DD HH:MM:SS

        Standardformat: YYYY-MM-DD HH:MM:SS

        Der Wert für diesen Datentyp muss eine vier- oder sechsstellige Zahl sein. Kommastellen werden entfernt. Eine vierstellige Zahl wird dabei in Stunden und Minuten konvertiert.

        Beispiel:

        Ausgabeformat: YYYY-MM-DD HH:MM:SS
        Wert des Benutzers oder der Datenquelle: 20110325 2201, 20110325 2201.5, 20110325 220100
        Resultierender Variablenwert: 2011-03-25 22:01:00

    • Minimum festlegen / Min. Wert und Maximum festlegen / Max. Wert (Alle VARA-Typen)

      Legt einen Minimal-/Maximalwert fest.

      Mögliche Werte für Zahl: Maximal 16 Stellen vor und 16 Stellen nach dem Dezimalpunkt

  3. Alle VARA-Objekte haben den Abschnitt Script-Zugriff auf ihren Definitionsseiten, der die Fehlerbehandlung festlegt, wenn Scripts das VARA-Objekt lesen. In diesem Bereich entscheiden Sie, was passieren soll, wenn Scripts auf das VARA-Objekt zugreifen und der Schlüssel, auf den sie verweisen, nicht verfügbar ist.

    Folgende Optionen stehen zur Verfügung:

    • Fehler zurückliefern

      Das Script wird nicht ordnungsgemäß beendet, und auf der Meldungen-Konsole wird eine Laufzeitfehlermeldung angezeigt.

    • Anfangswerte zurückgeben (Standard)

      Das Script wird weiterhin ausgeführt, obwohl der Schlüssel nicht verfügbar ist. Es wird kein Laufzeitfehler angezeigt. Der Report enthält einen leeren String, woran zu erkennen ist, dass kein Schlüssel gefunden wurde.

      Tipp: Stellen Sie sicher, dass die Schlüssel von VARA-Objekten immer einen Wert zurückgeben, wenn Sie diese Option verwenden möchten.

  4. Um einen Befehl auszuführen, wählen Sie diesen aus und klicken Sie auf Vorschau. Die Anweisungen werden ausgeführt und die jeweiligen Ergebnisse angezeigt. Die Vorschaufunktion dient der Überprüfung auf mögliche Fehler in den Datenbank-Anweisungen (z. B. ob der Datentyp des VARA-Objekts und der Datenbank nicht übereinstimmen).

    Der Datenbank-Agent sendet die Vorschau-Daten in Form einer Meldung an die Automation Engine. Wenn diese Meldung die maximale Meldungslänge überschreitet, die ein Serverprozess akzeptiert, tritt ein Fehler auf.

    Maximale Länge: Im Parameter MaxMsgSize = der Datei UCSRV.INI der Automation Engine festgelegt.

    Standardwert: 3145 728 Byte. Sie können das Ergebnis entweder durch die maximale Zeilenanzahl oder die SQL-Statements einschränken.

  5. Um den Inhalt der Vorschautabelle in eine CSV-Datei zu exportieren, klicken Sie auf Tabelle exportieren. Alle Zeilen und Spalten werden exportiert. Verwenden Sie diese Funktion, wenn Sie den Inhalt der CSV-Datei weiter verarbeiten müssen (ihn in eine andere Anwendung zur weiteren Verarbeitung einfügen usw.).

  6. Um eine oder mehrere Zeilen in der Vorschautabelle zu kopieren, wählen Sie die Schaltfläche Kopieren aus. Die ausgewählten Zeilen werden in die Zwischenablage kopiert und Sie können sie in ein Drittanbieter-Tool (Google, Sheets, Excel, Texteditor usw.) einfügen.

    Hinweis: Diese Funktion ist nur verfügbar, wenn https in der Automic Web Interface verwendet wird.

  7. Speichern Sie Ihre Änderungen.

Siehe auch: