Konfigurieren von Traces für Agenten in AWI
Alle Agenten können Trace-Dateien schreiben. Trace-Dateien erstellen, ebenso wie Log-Dateien, eine Aufzeichnung der Aktivitäten einer Komponente. Während Logdateien wichtige Ereignisse und Meldungen aufzeichnen, protokollieren Trace-Dateien jedoch den gesamten Programm- und Datenablauf. Diese detaillierten Informationen können für die Diagnose schwieriger Fehler oder kritischer Performanceengpässe nützlich sein.
Obwohl das Tracing viele Vorteile bietet, generiert es doch innerhalb von kurzer Zeit große Datenmengen, die sich negativ auf die Systemleistung auswirken können. Daher ist das Tracing in der Regel deaktiviert. Wenn jedoch eine komplexe Fehlersituation eintritt, die eventuell im Zusammenhang mit einem Ihrer Agenten steht, kann der CA Automic Support Sie darum bitten, das Tracing für den Agenten vorübergehend zu aktivieren.
Wichtig! Aktivieren Sie das Tracing nur, wenn das Support-Team Sie ausdrücklich darum bittet, da es die Systemleistung erheblich beeinträchtigen kann. Der Ihnen zugeteilte Support-Mitarbeiter weiß, welche Werte eingestellt werden müssen, um die erforderlichen Daten mit einem Minimum an Systemauswirkungen zu sammeln.
Als Systemadministrator haben Sie zwei Optionen, um die Agenten-Traces zu konfigurieren: über die INI-Dateien oder über AWI. Weitere Informationen zur Konfiguration von Traces und Logs in den INI-Dateien finden Sie unter Automation Engine. Dieses Thema beschreibt die Konfiguration über AWI.
Wenn Sie einen Agenten konfigurieren, können Sie die folgenden Trace-Einstellungen angeben:
-
Definieren, wie der Workload unter den Agenten verteilt werden soll.
-
Die Anzahl der Report-Blöcke beschränken, die in der Automation Engine-Datenbank gespeichert werden sollen.
-
Das Zeitintervall für die periodische Automation Engine-Prüfung angeben.
Einen Überblick über Logs und Traces finden Sie unter Diagnose-Tools: Logs und Traces und Logging und Traces: Sehen Sie sich das Video an.
Starten und Beenden des Agenten-Tracing
Starten des Agenten-Tracings
Um das Tracing zu starten, ist es erforderlich, Trace-Optionen festzulegen, die genau angeben, welche Daten erfasst werden sollen. Trace-Optionen können nur für aktive (laufende) Agenten eingestellt werden.
- Wechseln Sie in die Administration-Perspektive, wenn Sie nicht bereits dort sind.
- Erweitern Sie das Menü Agenten und Gruppen, und klicken Sie auf Agenten.
- Klicken Sie mit der rechten Maustaste auf den Agenten und wählen Sie Erweiterte Optionen aus. Sie konfigurieren die Trace-Optionen im Dialogfeld Erweiterte Optionen. Informationen dazu, welche und wie Daten mit dem Tracing erfasst werden, finden Sie unten.
Stoppen des Agenten-Tracings
Beim Einstellen von Trace-Optionen für einen Agenten geben Sie immer einen Trace Search Key an – einen String, der das Ende des Tracings signalisiert und es automatisch stoppt. Das Tracing kann auf folgende Weise gestoppt werden:
- Definieren Sie im Dialogfeld Erweiterte Optionen im Abschnitt Zusätzliche Trace-Optionen einen Textstring unter Trace Search Key.Dieser String signalisiert das Ende des Tracings. Beispielsweise kann dieser String eine bestimmte Fehlermeldung sein.
- Im Agenten ist ein kritischer Fehler aufgetreten und der Agent musste stoppen. Wenn der Agent wieder anläuft, werden alle Trace-Optionen auf die Standardwerte zurückgesetzt, die in der INI-Datei des Agenten definiert sind.
- Sie deaktivieren das Tracing, indem Sie die Trace-Optionen manuell so ändern, dass das Tracing beendet wird. Setzen Sie dazu im Dialogfeld Erweiterte Optionen im Abschnitt Trace-Flags alle Optionen (TCP/IP, FileTransfer, Ereignis usw.) auf 0 (null) und klicken sie dann auf Übernehmen.
Konfigurieren der Trace-Flags für Agenten – Was wird beim Tracing erfasst?
Im Abschnitt Trace-Flags des Dialogfelds Erweiterte Optionen können Sie das Tracelevel für eine Reihe von Agenten-Aktivitäten einstellen (TCP/IP, Dateiübertragungen, Ereignisse usw.). Dies gibt an, wie detailliert die Erfassung in den Trace-Dateien ist.
Die Optionen in diesem Dialogfeld hängen vom Typ des Agenten ab, den Sie definieren. Im Allgemeinen sind die Tracewerte 0-9 und geben an, wie detailliert die Erfassung ist. Bei einigen Agenten können die Werte jedoch abweichen. Das Tracing ist deaktiviert, wenn der Tracewert 0 (null) und das maximale Detaillevel 9 beträgt.
Rapid Automation -Agenten (RA-Agenten) haben mit "RA" eine zusätzliche Trace-Option. Beim Tracing von RA-Agenten wird in der Regel der höchste Wert (99) angegeben. Erkundigen Sie sich jedoch auch hier beim Support-Team nach den empfohlenen Werten. Bitte beachten Sie: Obwohl einige RA-Agenten wie zum Beispiel RA Web Service REST Agent und RA Web Service SOAP Agent es ermöglichen, in ihrer Datei UCXJCITX.INI zusätzliche Bibliothek-Traces von Drittanbietern zu setzen, können Sie Drittanbieter-Tracing nicht über Fernzugriff aktivieren. Weitere Informationen finden Sie unter Agent RA Core.
Konfigurieren von zusätzlichen Trace-Optionen für Agenten – Wie werden Tracedaten erfasst?
Es ist schwierig, die Ursachen von Fehlern zu finden, die nur gelegentlich auftreten oder schwierig nachzuverfolgen sind. Wenn Sie in der Hoffnung, den Fehler zu finden, alles aufzeichnen, können die Tracedateien sehr schnell schwierig zu lesen oder zu groß für den verfügbaren Speicherplatz werden. Mit einer Kombination aus den folgenden Trace-Optionen im Abschnitt Zusätzliche Trace-Optionen können Sie zielgerichteter suchen und gleichzeitig die Festplattenkapazität besser verwalten.
-
Memory Trace
Wenn ein Agent das Tracing im Speicher zulässt, können Sie diese Option aktivieren. Sie wird zusammen mit dem Trace Search Key verwendet. Die Trace-Meldungen werden in einem Puffer gespeichert, bis der gesuchte String gefunden wird. Das Tracing wird daraufhin gestoppt und die Meldungen in einer Trace-Datei auf der Festplatte gespeichert. Ohne diese Option werden Trace-Dateien in Form von einer oder mehreren Dateien direkt auf die Festplatte geschrieben, abhängig von den Einstellungen in Max. Trace Size (Max. Trace-Größe).
-
Größe des Pufferspeichers
Die maximale Trace-Größe beeinflusst die Größe der Trace-Dateien, die auf die Festplatte des Agenten-Hosts geschrieben werden. Die Funktionsweise hängt davon ab, ob die Option Trace Memory aktiviert ist:
-
Trace Memory ist aktiviert
In diesem Fall reserviert die Trace-Komponente den angegebenen Festplattenplatz für den Zeitpunkt, zu dem die Trace-Dateien geschrieben werden. Wenn die Trace-Datei die Größe des hier reservierten Speichers übersteigt, schneidet die Trace-Komponente die ältesten Meldungen in der Trace-Datei fortlaufend ab, um Platz für die neuesten Meldungen zu schaffen.
-
Trace Memory ist deaktiviert oder nicht verfügbar
Wenn eine Trace-Datei die definierte Begrenzung erreicht hat, beendet die Tracing-Komponente zu diesem Zeitpunkt das Schreiben der Meldung oder des Kommandos. Wenn die Größe der aktuellen Trace-Datei diese Beschränkung überschreitet, wird die Datei geschlossen und eine neue Trace-Datei geöffnet.
In jedem Fall ist die tatsächliche Größe der Trace-Datei tendenziell größer als die definierte maximale Größe, da die Trace-Komponente das Schreiben der Meldung oder des Codes abbricht, wenn die Größenbegrenzung erreicht ist. Einige Script-Anweisungen können außergewöhnlich lang sein. Dementsprechend wird auch die Dateigröße den festgelegten Grenzwert erheblich überschreiten.
Wichtig! Der Zweck von Max. Trace-Größe ist, den im Arbeitsspeicher verwendeten Platz zu begrenzen. Die Dateidarstellung, die dann auf der Festplatte gespeichert wird, kann erheblich größer sein. So wird zum Beispiel die Datei beim Memory-Tracing erheblich größer sein, weil die Trace-Daten im Binärformat zunächst in den Speicherpuffer, dann jedoch in hexadezimaler Form auf die Festplatte geschrieben werden, was die Dateigröße erheblich steigert.
Wenn Sie Max. Trace-Größe auf 0 (null) ohne Memory-Tracing setzen, bedeutet dies, dass die Größe der Trace-Dateien unbegrenzt ist. Mit Memory-Tracing kann die Trace-Größe jedoch nicht unter dem Standardwert von 32 MB liegen. Wenn Sie hier niedrigere Werte eingeben, wird das System diese automatisch als 32 MB behandeln.
Hinweis: Wenn ein Agent abstürzt, endet auch das Tracing – unabhängig von den Trace-Einstellungen. Der letzte Datensatz wird dann nicht mehr geschrieben. Wenn der Agent wieder anläuft, werden alle Trace-Optionen auf die Standardwerte zurückgesetzt, die in der INI-Datei des Agenten definiert sind.
-
-
Trace Search Key
Sie können einen String eingeben, zum Beispiel eine spezifische Fehlermeldung, die das Ende des Tracings kennzeichnet. Wenn die Trace-Komponente diesen String erkennt, schreibt sie die aktuelle Meldung zu Ende, stellt das Tracing ein und setzt alle Trace-Optionen auf "0" (null) zurück. Dadurch wird es Ihnen ermöglicht, den Problembereich einzugrenzen und den Speicherplatz zu verwalten, indem exzessives Tracing vermieden wird.
Hinweis: Platzhalter werden nicht automatisch hinzugefügt. Sie müssen sie an den gewünschten Positionen manuell hinzufügen. Beispiel: Um die Trace zu schreiben, wenn der spezifische Agent WIN01 erwähnt wird, ist der korrekte String für die Suche *WIN01*.
Verwenden von Skriptfunktionen zum Abrufen von Logging- und Tracing-Informationen
Automation Engine scripting language stellt die folgenden Skriptfunktionen zur Verfügung, die Sie in Ihren Skripts verwenden können, um Werte in Log- oder Tracedateien auszugeben.
Siehe auch: