Diagnose-Tools: Logs und Traces
Logs und Traces liefern Informationen über den Systemzustand. Systemadministratoren konfigurieren und verwenden sie für Diagnosezwecke und zur Behebung potenzieller Probleme.
Logs
Alle Komponenten in einem Automic Automation-System schreiben Informationen über ihre Aktivitäten in Logs, die die Standardausgabe und -fehler für jede Komponente enthalten. Jede Komponente generiert Logs automatisch und speichert sie an den folgenden Orten:
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Automation Engine, Agenten, Dienstprogramme und Service Manager im temp-Verzeichnis in den jeweiligen Root-Ordnern. Sie haben die Möglichkeit, ihren Speicherort (Namen und Pfade) in den jeweiligen INI-Dateien zu ändern.
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AWI im Ordner /osgi-tmp, siehe Speicherort der Logdatei.
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Für Automation Engine DB verwenden Sie die DB- Logs.
Wenn eine Komponente startet, wird ein neuer Log generiert. Sie rotieren, sobald sie eine bestimmte Größe erreichen. Die Namen der Logdateien werden fortlaufend nummeriert, damit Sie die Reihenfolge identifizieren können.
Traces
Traces enthalten auch die Ausgabe- und Fehlerinformationen, aber sie sind viel umfangreicher und sind nicht standardmäßig aktiviert. Wenn sie aktiviert sind, generieren Trace eine riesige Menge an Daten, was sich auf die Leistung Ihres Systems auswirken kann. Normalerweise aktivieren Sie sie für die erweiterte Fehlerbehebung, wenn Sie vom Support-Team von Broadcom ausdrücklich dazu aufgefordert werden. Der Ihnen zugeteilte Support-Mitarbeiter weiß, welche Werte eingestellt werden müssen, um die erforderlichen Daten mit einem Minimum an Systemauswirkungen zu sammeln. Sobald Traces erfasst wurden, sollten Sie sie deaktivieren.
Hinweise:
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Standardmäßig werden Log- und Trace-Dateien bei jedem Neustart des Systems überschrieben. Um jedoch ältere Dateien zur späteren Verwendung zu behalten, können Sie die Anzahl der Verlaufsdateien, die beibehalten werden sollen, über die Parameter logcount= und und trccount= angeben. Der Dateiname muss den String ## enthalten, der dann im tatsächlichen Dateinamen durch 00 ersetzt wird. Die Verlaufsdateien werden mit 01, 02 usw. benannt und bei jedem Neustart verschoben. Die älteste Datei (mit der höchsten Nummer) wird gelöscht und alle anderen Dateien werden umbenannt (die Nummer wird um 1 erhöht).
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Die Logging-Informationen werden ebenfalls in der AE-Datenbank gespeichert und können über Statistiken/Logging abgerufen werden.
Konfigurieren von Logs und Trace in AAKE-Umgebungen
In Automic Automation Kubernetes Edition konfigurieren Sie die Logs und Traces in der Datei values.yaml. Wenn Sie die Trace-Ebene ändern möchten, können Sie dies im Bereich ae-properties der ConfigMap tun. Weitere Informationen finden Sie unter Container-basierte Systeme konfigurieren.
Konfigurieren von Logs und Trace in lokalen Umgebungen
Die INI-Datei jeder Komponente im Automic Automation-System enthält Felder zum Konfigurieren der Standardeinstellungen für Logs und Traces. Logs werden ausschließlich unter Verwendung der INI-Dateien konfiguriert. Traces können unter Verwendung der INI-Dateien und von AWI konfiguriert werden. Weitere Informationen zur Konfiguration von Traces und Logs in den INI-Dateien finden Sie unter Automation Engine.
Konfigurieren von Logs
Sie definieren die Log-Einstellungen im Abschnitt [GLOBAL] der INI-Dateien (Automation Engine, Agenten, Dienstprogramme und Service Manager) mithilfe der folgenden Parameter:
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logging= – Name der Logdatei
Erforderlich: Ja
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logcount= – Anzahl der historischen Logdateien
Erforderlich: Nein (00)
Wenn der Parameter logging= im Falle von Dienstprogrammen nicht definiert ist, erstellen die Dienstprogramme standardmäßig die folgenden Logdateien:
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Windows: .\UCYBDBxx_LOG_##.TXT
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UNIX: ./UCYBDBxx_LOG_##.TXT
xx steht für die Abkürzung des entsprechenden Dienstprogramms:
- AR: AE DB Archive
- CC: AE DB Client Copy
- LD: AE DB Load
- RE: AE DB Reorg
- UN: AE DB Unload
Das gleiche gilt auch im Falle, dass die INI-Datei nicht gefunden wird, weil sie nicht im angegebenen Ordner existiert. Dies bedeutet, dass Logs auch bei falschen Einstellungen generiert werden. Weitere Informationen finden Sie unter Startparameter – Dienstprogramme.
Konfigurieren von Traces
Sie können Traces sowohl in den INI-Dateien als auch im Falle von Traces für Agenten und Prozesse in AWI konfigurieren. Wenn Sie die Werte in der INI-Datei angeben und sie dann direkt in AWI ändern, überschreiben die AWI-Werte die in der INI-Datei.
Konfigurieren von Traces in der INI-Datei
Sie definieren die Traces im Abschnitt [TRACE] mithilfe der folgenden Parameter:
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file= – Name der Trace-Datei
Erforderlich: Ja
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trccount= – Anzahl der historischen Trace-Dateien
Erforderlich: Nein (00)
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verschiedene Parameter (wie tcp/ip=, database= usw.) – Steuerung der Trace-Inhalte
Erforderlich: Nein (0)
Konfigurieren von Traces in AWI
Sie können Traces für Agenten und Prozesse auch direkt in AWI konfigurieren. Weitere Informationen finden Sie hier:
Jobstatus in Logdateien
Während der Durchführung von Jobs werden Meldungen in die Logdatei geschrieben, die über den Jobstatus Auskunft geben. Folgende Zustände können hierbei auftreten:
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A - Status ended
Job endete mit einem Rückgabewert ungleich 0.
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E - Status ended
Job endete mit dem Status ENDED_OK.
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R - Status running
Dieser Status wird periodisch in die Logdatei geschrieben, solange der Job durchgeführt wird.
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V - Status vanished
Dieser Status tritt nur auf, wenn der Agent einen Job nicht mehr finden kann, den er gestartet hat. Weitere Informationen finden Sie unter Ablauf der Job-Verarbeitung.
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W - Status waiting
Job wurde noch nicht gestartet und befindet sich im Zustand "Warten".
Siehe auch Ausführen von Jobs.
Verwenden von Skriptfunktionen zum Abrufen von Logging- und Tracing-Informationen
Automation Engine scripting language stellt die folgenden Skriptfunktionen zur Verfügung, die Sie in Ihren Skripts verwenden können, um Werte in Log- oder Tracedateien auszugeben.
Siehe auch:
Logging und Traces: Sehen Sie sich das Video an