Jobs (JOBS)
Ein Automic Automation-Job ist eine Arbeitseinheit, die für den jeweiligen Agenten spezifisch ist. Ein Job führt Kommandos auf Rechnern oder in Enterprise Business Solutions (SAP, PeopleSoft, Oracle Applications usw.) aus. Diese Lösungen unterscheiden sich voneinander, daher stehen für jede von ihnen spezifische Jobvorlagen zur Verfügung. Dies bedeutet, dass es je nach Zielsystem SAP-Jobs, PeopleSoft-Jobs, Windows-Jobs usw. gibt. Jobs werden immer Agenten zugeordnet. Sie benötigen immer ein Login-Objekt, das dem Zielsystem (Agent) die erforderlichen Benutzerdaten (Agent) übergibt.
Als Entwickler und Objektdesigner legen Sie Jobobjekte (JOBS) an, um Verarbeitungsschritte in einem Zielsystem auszuführen. Sie können deren Attribute über die Automic Web Interface auf den Seiten ""Job-Definition"" angeben. Alternativ können Sie das Automation Engine scripting language verwenden, um funktionale Logik auf ihren Prozess-Seiten hinzuzufügen, auf denen ihre JCL gespeichert ist.
Die Jobobjekte der Rapid Automation-Lösungen unterscheiden sich von den Standardobjekten der Automation Engine. Informationen zur Rapid Automation-Agenten-Dokumentation finden Sie hier: https://docs.automic.com/documentation.
Objektklasse: Ausführbares Objekt
Objekttyp/Kurzform: JOBS
Standardobjektvorlagen/Untertypen: Vorlagen für bestimmte Plattformen. Sie können diese Vorlagen bearbeiten oder eigene Vorlagen erstellen.
Ablauf der Job-Verarbeitung
Jobs durchlaufen vier Ausführungsphasen. Klicken Sie auf die untenstehenden Links, um mehr darüber zu erfahren, was während der einzelnen Phasen geschieht:
- Ausführen von Objekten: Aktivierungsphase
- Ausführen von Objekten: Generierungsphase
- Ausführen von Objekten: Verarbeitungsphase
- Ausführen von Objekten: Abschlussphase
Verhalten von Jobs im Falle einer Downtime von Agenten
Wenn ein Agent beendet und neu gestartet wird, erhält er die gesamten Neustart-Informationen vom Server. Dies beinhaltet Informationen über alle Jobs, die zum Zeitpunkt der Beendigung des Agenten ausgeführt wurden.
Wenn Jobs während der Downtime des Agenten beendet wurden, startet der Agent die Suche nach Jobs in den Prozesslisten des Betriebssystems. Wenn er keinen Job mehr findet, sucht er nach seiner Reportdatei im temporären Verzeichnis und ruft die Job-Endzeit und den Rückgabewert ab.
Falls dies fehlschlägt, ändert sich der Jobstatus auf V - Status vanished.
Zeichenkonvertierung während der Jobausführung
Einige Betriebssysteme und Anwendungen verwenden spezielle Zeichensätze. Wenn die Automation Engine Daten mit ihnen austauscht, konvertiert der Agent diese Daten nach Bedarf gemäß dem Zeichensatz des Zielsystems. Zu diesem Zweck legt Ihr Automic Automation-Administrator bei der Konfiguration eines Agenten die Zeichencodierung des Agenten im Parameter UC_HOST_CODE im Abschnitt [VARIABLES] der INI-Datei des Agenten fest. Wenn Sie keine andere Zeichencodierung für den Job angeben, wird diese Konfiguration in der INI-Datei des Agenten verwendet.
Funktionsweise
Die Automation Engine sendet die Jobdaten (JCL) an den Agenten unter Verwendung der Code-Tabelle, die im Parameter UC_HOST_CODE im Abschnitt [VARIABLES] der INI-Datei des Agenten angegeben ist.
Der Agent konvertiert die Daten gemäß dem Zeichensatz des Zielsystems. Dabei verwendet der Agent die Standard-Code-Tabelle, welche ihm von der Automation Engine bei der Anmeldung geschickt wurde.
Nachdem der Job ausgeführt wurde, wird der generierte Report unter Verwendung des Zeichensatzes, der in der INI-Dati definiert ist, erneut konvertiert und an die Automation Engine gesendet.
Optional können Sie eine Ziel-Code-Tabelle angeben, wenn Sie einen Job auf der Seite Attribute des Jobs definieren (siehe Die Seite Attribute definieren). In diesem Fall überschreibt diese Definition die in der INI-Datei des Agenten. Die Automation Engine sucht nach der Code-Tabelle in dem Mandanten, in dem der Job definiert ist. Wenn sie ihn nicht findet, sucht sie nach der Code-Tabelle in Mandant 0. Dies gilt jedoch nur vorübergehend und ausschließlich für die JCL und den Report dieses einen Jobs.
Wichtig! Die Code-Tabellen-Einstellung wirkt sich nicht auf die BS-Laufzeit aus. Das heißt, dass Windows-Jobs weiterhin mit der Codepage 850 ausgeführt werden, die nicht UTF-8-konform ist. Generiert der Job eine UTF-8-Ausgabe auf STDOUT, wird diese Ausgabe nicht erkannt, selbst wenn der Wert der Code-Tabellen-Wert auf UTF-8 festgelegt ist. Sie können dies auf Betriebssystemebene für Windows mit einem chcp-Kommando ändern. Siehe https://learn.microsoft.com/de-de/windows-server/administration/windows-commands/chcp oder/und https://learn.microsoft.com/de-de/windows/win32/intl/code-page-identifiers. Wenn Sie beispielsweise versuchen, einen Job mit dem Kommando >> echo auszuführen, funktioniert dies erst, wenn Sie das Kommando chcp mit dem festgelegten Codepage-Satz angewendet haben (1250 oder 65001).
Weitere Informationen finden Sie unter Code-Tabellen (CODE).
Mit Jobobjekten arbeiten
Die nachstehende Liste versucht, eine mögliche Roadmap zur Definition und Arbeit mit Jobobjekten darzustellen. Sie bietet eine kurze Beschreibung aller realisierbaren Maßnahmen und zusätzliche Informationen zum besseren Verständnis sowie Links zu Themen, in denen diese Maßnahmen genauer beschrieben werden:
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Definieren Sie die allgemeinen Jobeinstellungen, einschließlich der folgenden:
- Die Grundlagen auf der Seite Allgemein finden Sie unter Definieren der Seite "Allgemein".
- Falls erforderlich, wenden Sie ein Sync-Objekt auf den Job an. Weitere Informationen finden Sie unter Die Seite Sync definieren.
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Auf der Seite Laufzeit können Sie die für Laufzeitberechnungen zu verwendenden Einstellungen vornehmen, siehe Die Seite Laufzeit definieren.
Diese Informationen sind für die Planung und Überwachung von Aufgaben relevant. Die Information wird auch für Prognosen und Autoprognosen verwendet.
- Administratoren können die Zugriffsberechtigungen auf Objektebene auf der Seite "Berechtigungen" definieren, siehe Definieren der Seite "Berechtigungen".
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Geben Sie wichtige Objektattribute ein (siehe Die Seite Attribute definieren). Neben anderen wichtigen Einstellungen weisen Sie hier den Agenten und das Login-Objekt zu, das den Zugriff auf diesen erlaubt
Wichtig! Ihre Definition im Attribut Generiere Aufgabe um: Aktivierungszeit/Laufzeit kann einen wichtigen Einfluss auf die Ausführungszeiten Ihrer Jobs haben. Werfen Sie einen Blick auf Ausführen von Objekten: Generieren von Aufgaben zur Aktivierungszeit vs. Generieren von Aufgaben zur Laufzeit, wo die Auswirkungen beider Optionen beschrieben werden.
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Registrieren Sie die Ausgangsdateien, die bei der Verarbeitung erzeugt werden, auf der Seite Externe Ausgabe-Dateien. Um Suchen in diesen Ausgangsdateien durchführen zu können und gegebenenfalls Folgeaktionen durchzuführen, müssen Sie diese Einstellungen auf der Seite Output-Scan angeben. Weitere Informationen finden Sie unter Registrieren von externen Ausgabedateien.
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Sie können Variablen oder Eingabeaufforderungen verwenden. Sie tun dies auf den Seiten Variablen und PromptSets (siehe Die Seite "Variablen" definieren und Definieren der Seite "PromptSets").
Werfen Sie einen Blick auf Variablen und VARA-Objekte, um sich mit den verschiedenen Arten von Variablen und VARA-Objekten vertraut zu machen, die in einem Automation Engine-System verfügbar sind.
- Möglicherweise möchten Sie die Einstellungen zum Sichern und Wiederherstellen einer Jobaufgabe definieren, wenn sie in einem Workflow enthalten ist. Dies ist nützlich, um bei fehlgeschlagenen Prozessen den letzten erfolgreichen Status wiederherzustellen. Dies finden Sie auf der Seite Rollback unter Definieren der Seite "Rollback".
- Die Seite Versionsmanagement, die alle Versionen eines Objekts auflistet, ermöglicht es Ihnen, im Falle einer Fehlkonfiguration eine ältere Version wiederherzustellen, siehe Definieren der Seite "Versionsmanagement".
- Geben Sie Informationen zu dem Job, den Sie definieren, auf der Seite Dokumentation ein, siehe Definieren der Seite "Dokumentation".
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Job-Objekte (JOBS) verfügen über drei Prozessseiten, auf denen Sie die zu verarbeitenden Scripts eingeben, siehe Definieren der Prozessseiten in Jobs. Sie erstellen die Job-Logik auf diesen Seiten. Sie bieten eine Reihe von Funktionen, die Ihnen bei Ihrer Arbeit helfen. Wenn Sie für alle Objekte Scripts eingeben, werden diese in der folgenden Reihenfolge bearbeitet:
- Pre-Prozess
- Prozess
- Seite "Child-Post-Prozess" (SAP und PeopleSoft)
- Post-Prozess
Weitere Informationen finden Sie unter Mit dem Script-Editor arbeiten. Weitere Informationen zur Automation Engine scripting language finden Sie unter Scripts schreiben.
- Sie können den Code mithilfe von Includes (JOBI) einfach wiederverwenden. Das spart Zeit und hilft Ihnen, Ihre Scripts konsistent zu halten.
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Führen Sie den Job aus.
Dafür gibt es mehrere Möglichkeiten, die wie folgt gruppiert werden können:
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Mit einer Parent-Aufgabe
Das ist der Fall bei Jobs, die in einem Parent-Objekt enthalten sind (zum Beispiel ein Workflow oder eine Gruppe). Beachten Sie bei der Definition, dass ihre Aktivierungszeit von der Startzeit abweichen kann. Diese hängt gewöhnlich vom Parent-Objekt ab.
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Eigenständig
Das ist der Fall, wenn der Job nicht Teil eines Parent-Objekts ist oder Sie ihn unabhängig von seinem Parent ausführen. Es gibt drei Möglichkeiten:
Wichtig! Die generierte JCL kann verändert werden. Änderungen an der JCL wirken sich jedoch nur auf die Ausführung aus, für die sie durchgeführt wurden und nicht auf die Jobdefinition. Der Job-Report enthält sowohl die ursprüngliche JCL als auch die geänderte, wobei eine eingefügte Zeile angibt, wer den Inhalt überarbeitet hat.
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Bei der Verarbeitung von Jobs generiert die Automation Engine Ausgangsdateien und Reports, die die Rückverfolgbarkeit und Prüfbarkeit gewährleisten. Schauen Sie sich die folgenden Themen an, um mehr darüber zu erfahren:
Um das Ergebnis der Generierung zu sehen, gehen Sie wie folgt vor:
- Öffnen Sie das Fenster Reports (siehe Auf Reports zugreifen).
- Wählen Sie JCL aus der Drop-down-Liste Reports aus.
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Überwachen Sie die generierte Aufgabe.
Sobald der Job aktiviert wurde, steht er als Aufgabe in der Perspektive Process Monitoring zur Verfügung. In der Liste Aufgabe sehen Sie seinen Status.
Klicken Sie mit der rechten Maustaste darauf, um den Monitor zu öffnen (siehe Jobs überwachen). Er enthält drei Seiten, die die wichtigsten Informationen zu den Job-Parametern liefern.
Sie können auch aus der Perspektive Process Assembly auf den Job-Monitor zugreifen.
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Im Falle von Fehlern stehen Ihnen verschiedene Tools zur Fehlerbehebung zur Verfügung, siehe:
Siehe auch Fehlerbehebung, Ursachenanalyse und Behebung.
- In der Perspektive Process Monitoring stehen Ihnen je nach Status des Jobs eine Reihe von Funktionen zur Verfügung. Weitere Informationen finden Sie unter Mit Aufgaben arbeiten.
Workload Balancing mit Jobobjekten
Standardmäßig sind alle Jobs und FileTransfers gleichwertig und werden ohne Einschränkung von den Agenten ausgeführt. Verschiedene Aufgaben enthalten allerdings verschiedene Anweisungen. Einige von ihnen belasten die CPU sehr oder haben eine längere Laufzeit. Die Automation Engine verfügt über ein Ressourcenkonzept, das die Workload des Agenten bei der Verarbeitung berücksichtigt.
Agenten haben einen bestimmten Ressourcenpool. Mit diesem Konzept ist es möglich zu definieren, wie viele Ressourcen bei der Ausführung eines Jobs oder eines FileTransfers verbraucht werden sollen. Als Entwickler und Objektdesigner weisen Sie Objekten Ressourcen auf ihrer Seite Attribute im Feld Verbrauche <x> Ressourcen zu, siehe Die Seite Attribute definieren.
Das Ressourcenkonzept bezieht sich nicht auf konkrete Dinge wie CPU-Zeit oder Speicher. Die Werte, die Sie als Ressource zuweisen, sind abstrakt, damit Sie bei der Konfiguration ein Höchstmaß an Flexibilität haben.
Weitere Informationen finden Sie unter Ressourcen bei der Ausführung von Objekten: Workload-Balancing für Agenten.
Analysieren der letzten Ausführung eines Jobs mit Gen AI
Nachdem Sie als Entwickler und Objektdesigner ein ausführbares Objekt konfiguriert haben, führen Sie es aus, um sicherzustellen, dass es wie erwartet funktioniert. Jedes Mal, wenn Sie das Objekt ausführen, wird eine runID generiert, die diese Ausführung identifiziert. Wenn die Ausführung fehlschlägt oder das Ergebnis nicht wie erwartet ausfällt, verwenden Sie die Reports und Ausführungslisten, um die Ursachen des Fehlers zu untersuchen.Gen AI von Automic Automation vereinfacht diesen Prozess erheblich. Sie können den Automation AI Assistant wie folgt öffnen:
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Klicken Sie in der Explorer-Liste in der Process Assembly-Perspektive mit der rechten Maustaste auf das Objekt, und wählen Sie Monitoring > letzte Ausführung analysieren aus.
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Klicken Sie auf der objektspezifischen Definitionsseite auf die Schaltfläche Letzte Ausführung analysieren.
Gen AI von Automic Automation durchforscht alle Reports und Protokolle, die für die letzte Ausführung des Objekts verfügbar sind, fasst das Geschehen zusammen, analysiert das Automatisierungsergebnis und stellt Vorschläge zur Lösung vorhandener oder potenzieller Probleme zur Verfügung. Es enthält auch einen Link zur Ausführung in der Ausführungsliste (Process Monitoring) und zum Report. Sie können eine Unterhaltung im Feld Ask Automation AI Assistant (Automation-AI-Assistenten fragen) am unteren Ende des Teilfensters beginnen.
Weitere Informationen finden Sie hier:
Siehe auch:
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